Jetzt ist es offiziell: Dieses Jahr keine Spiele mehr auf Landesebene

von Steffen Windisch
Zugriffe: 111

Das Jahr 2020 geht aufgrund der besonderen Umstände in die Geschichte ein. Merkur bestritt nur 9 Punktspiele. Nach der Winterpause, noch unter Trainer Jens Starke, fanden drei Spiele statt mit einer optimalen Punktausbeute. Nach der Sommerpause noch einmal sechs.

Nach dem 7. Spieltag in der Landesklasse West belegt Merkur den 4. Tabellenplatz mit 13 Punkten. Die Begegnung bei Germania Chemnitz fiel Corona zum Opfer und wird nachgeholt. Nach einem holprigen Start mit den Niederlagen gegen Reichenbach (1:4 im Pokal), einem 0:3 gegen Oberlungwitz und einem 4:4 in Klaffenbach, steigerte sich unsere Mannschaft und ließ vier Siege am Stück folgen, ehe uns  der erneute Lockdown wieder ausbremste. Zur Erinnerung: Schon beim ersten und dem folgenden Saisonabbruch im Frühjahr wurde Oelsnitz nach einem guten Lauf und drei Siegen ( darunter gegen die Tabellenführer Marienberg und Glauchau) ausgebremst. Vor und während der neuen Spielzeit gab es einige personelle Änderungen. Länger bekannt war der Trainerwechsel - Robby Zimmermann übernahm für Jens Starke - und die Abgänge von Max Löscher und André Zenner. Überraschender dagegen waren später die von Vincent Bobach und Fabian Stein.  Auch der Ausfall von Oliver Ketzel nach seiner erneuten Verletzung wiegt schwer. Dies wertet die gute Platzierung noch auf. Die 15 erzielten Treffer gehen auf das Konto von Marcel Schuch (4), Robert Hofmann, Dominic Oehm, Ricardo Persigehl (alle jeweils 3), Willi Schreiner und Nils Winkler. Die Defensive war bei elf Gegentreffer öfters das Sorgenkind. Das es nicht mehr sind, war in erster Linie ein Verdienst von Torhüter Daniel Thoß, der konstant gute Leistungen ablieferte und zuletzt zweimal ausgezeichnete. Zur Lage in der Liga: Nach knapp der Hälfte der Vorrunde liegt die junge Reichenbacher Mannschaft (17 Punkte) an der Spitze und mit einem Spiel und zwei Punkten weniger Rapid Chemnitz dahinter. Beides keine Überraschungen. Eine dicke dagegen der VfB Mühltroff auf Platz drei mit 15 Punkten. Das Team von Trainer Thomas Pieles hat sich im Kader kaum groß verändert  und am neuen schmucken Rasenplatz und Vereinsgelände kann der Aufschwung auch nicht liegen. Am Tabellenende liegen mit Reinsdorf-Vielau, Treuen und Stollberg drei Aufsteiger, dazu mit Klaffenbach eine Mannschaft, die ohne Saisonabbruch wohl abgestiegen wäre. Die Spielklasse hat sich in der Leistungsstärke im Vergleich zur Vergangenheit nicht verbessert, eher das Gegenteil. Mit Marienberg und Glauchau haben gleich zwei Vereine die Klasse in Richtung Landesliga verlassen, dazu kommen noch die beiden Chemnitzer Vereine Fortuna und IFA, die in die Staffel Mitte wechselten. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass die Saison im kommenden Jahr  fort gesetzt  wird.  (stwi)

 

Bild: Willi Schreiner (li.) erzielte beim 1:0-Sieg gegen Lichtenstein unseren letzten Treffer vor der Corona-Pause, vielleicht auch schon für dieses Jahr.