Merkur gewinnt Hitzeschlacht in Reinsdorf

von Steffen Windisch
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SpVgg Reinsdorf-Vielau - SV Merkur Oelsnitz  1:3 (0:2)

Der SV Merkur Oelsnitz hat sich am vorletzten Spieltag in der Landesklasse bei der SpVgg Reinsdorf-Vielau mit 3:1 durchgesetzt und sich den vierten Tabellenplatz zurück erobert. Die wenigen Zuschauer sahen auf ihren Schattenplätzen bei außergewöhnlicher Hitze ein Spiel mit sehr vielen Torchancen. Nach einer klasse Direktkombination scheiterte Merkurs Robert Hofmann am Reinsdorfer Keeper Schubert (7.). Wenig später zuckte der Torwart keinen Finger, als Ricardo Persigehl einen Freistoß aus 20 Meter zum 0:1 über die Mauer schlenzte (20.). Und danach war den Gästen zweimal das Glück hold. Erst wurde ein Schuss von Maximilian Röhling, der weit das Ziel verfehlt hätte, zum 0:2 abgefälscht und Lange scheiterte nach einer halben Stunde am Pfosten.  Bis zum Pausenpfiff vergab die Heimelf zwei weitere große Möglichkeiten, wobei einmal Merkur Torhüter Toni Lohse stark reagierte. Sieben Minuten nach Wiederbeginn fiel die Entscheidung. Nach guter Flanke von Hofmann wurde der Treffer Tim Spitzner gut geschrieben, der mit seiner unbekümmerten Spielweise gefiel. Aber auch hier hatte sein Gegenspieler die größere Aktie am Treffer. Danach sah man, warum der Tabellenvorletzte wieder den Gang eine Klasse tiefer antreten muss. Der Gastgeber vergab phasenweise Chancen im Minutentakt und offenbarte eine eklatante Abschlussschwäche. "Wir sind jetzt gefühlt bei einem Torschussverhältnis von 30:10", so Co-Trainer Manuel Wunderlich eine viertel Stunde vor Spielende, leicht übertrieben. Allerdings konnte sich auch Lohse im Merkur-Kasten mit zwei weiteren sehenswerten Paraden auszeichnen. Nur beim Gegentreffer von Lange war er machtlos. Auch Oelsnitz hatte noch drei Hochkaräter. Röhling scheiterte an Latte und Torwart und einen überragenden Freistoß aus gleicher Position wie in Hälfte eins kratzte Schubert aus dem Winkel. Bei Merkur Trainer Thomas Sesselmann war nach vier sieglosen Spielen die Anspannung anzumerken. "Wir sind erstmal froh über die drei Punkte. Man muss beiden Mannschaften ein riesen Kompliment machen, denn die Bedingungen auf diesen harten ausgetrockneten Boden und bei der Hitze waren extrem. Im letzten Drittel hat die Genauigkeit beim Passspiel gefehlt und natürlich darf der Gegner nicht zu so einer hohen Anzahl an Abschlüssen kommen."  (stwi) 

Bild: Bei 36 Grad im Schatten waren die Trinkpausen dringend notwendig. Die Belastung für die Akteure war enorm.