Oelsnitz siegt und sichert sich Platz vier - Trainer liegt bei Einwechslungen goldrichtig

von Steffen Windisch
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SV Merkur Oelsnitz - SSV Fortschritt Lichtenstein 3:2 (1:0)

Der SV Merkur Oelsnitz hat am letzten Spieltag in der Landesklasse mit einem 3:2-Sieg gegen Fortschritt Lichtenstein den vierten Tabellenplatz in der Endabrechnung gesichert und nach dem dritten Rang 2018 die zweitbeste Platzierung seit dem Aufstieg vor sechs Jahren erreicht. Die erste Chance für den Gastgeber besaß Robert Hofmann nach zwölf Minuten. Sein Heber nach Kopfballvorlage von Ricardo Persigehl ging knapp über das Tor. Die Führung dagegen fünf Minuten später war für den Torjäger keine große Aufgabe. Nach Eckball und Kopfballverlängerung nickte er am zweiten Pfosten aus Nahdistanz das Leder über die Torlinie. Der 37-Jährige war damit mit 11 Saisontoren wieder einmal der beste Schütze seiner Mannschaft. Die Lichtensteiner mussten bereits vor dem Pausenpfiff zweimal verletzungsbedingt wechseln und hatten nur einen gefährlichen Abschluss. Tangwans Schuss lenkte Keeper Lohse über die Querlatte (28.). Kurz vor und gleich nach der Pause hatte Persigehl die Vorentscheidung auf dem Fuß, aber ihm versagten zweimal die Nerven. Und so kam es wie so oft beim Fußball. Nach einem Foul an Viertel verwandelte Mattausch den Elfmeter sicher zum 1:1.Ausgleich (56.). Doch zehn Minuten nach seiner Einwechslung wurde Willi Schreiner mustergültig mit einem Pass in die Tiefe geschickt und verwandelte überlegt zur erneuten Führung (71.). Danach sahen die Zuschauer die zwei schönsten Tore. Zunächst zirkelte Kunert einen Freistoß aus gut 20 Metern in den linken Dreiangel zum erneuten Ausgleich (76.). Doch  der beste Spielzug brachte für die Hausherren den am Ende verdienten Sieg. Hofmann bediente als Linksaußen in der Mitte mustergültig den ebenfalls eingewechselten Max Löscher, der ebenso cool abschloss. Die Rand-Zwickauer waren bis in die Nachspielzeit bemüht, doch ein Treffer gelang ihnen nicht mehr. Die Enttäuschung war den Spielern um den früheren Bundesligastürmer Sebastian Helbig, der 45-Jährige verließ nach einer halben Stunde mit einer Zerrung den Platz, anzusehen. Nur mit einem Sieg hätten sie die Klasse gehalten. Merkur Trainer Thomas Sesselmann zog nach seiner ersten Station als Cheftrainer ein positives Fazit: "Ich bin stolz auf die Jungs, wie wir das erste Jahr gemeistert haben. Schade, ein Tor hat zu Platz drei gefehlt. Jetzt heißt es knapp zwei Wochen zu regenerieren, denn am 8. Juli beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison und das wir uns im spielerischen Bereich verbessern müssen, hatte ich ja zuletzt auch schon öfters betont."  (stwi)

Bild: Lukas Verderber (links) verabschiedete sich mit einer guten Leistung in seinem letzten Spiel von Merkur. Er wird den Verein in der Sommerpause verlassen. (Foto: Joachim Thoß/Freie Presse)