Reichenbacher FC gewinnt Hallenpokal - Merkur nur auf Platz sieben

von Steffen Windisch
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Unsere Mannschaft hat bei der Endrunde vor mehr als 1000 Zuschauern in der ausverkauften Einheit-Arena um den Pokal der Freien Presse nur den siebten und vorletzten Platz erreicht. Gleich im ersten Spiel gegen den FC Werda wurde der stimmgewaltige und zahlenmäßig stark vertretene Merkur-Anhang bitter enttäuscht. Gelang in der Vorwoche bei der Zwischenrunde noch ein 2:0-Erfolg, so war man dieses mal chancenlos. Chris Bernhardt erzielte für Werda nach fünf Minuten die Führung. Der Vogtlandligist baute seine Angriffe ruhig  und ballsicher auf und hatte in Ruven Rittrich einen sicheren Vollstrecker. Nach einem Lattentreffer traf er mit zwei Toren zum verdienten 3:0-Sieg. Somit war Oelsnitz bereits im zweiten Spiel unter Zugzwang. Gegen den Reichenbacher FC gelang Maximilian Merkel mit seinem insgesamt 19. Turniertor die Führung. Wenig später hätte er das 20.Tor und das 2:0 machen müssen, doch dem Torschützenkönig versagten frei vor dem Gehäuse ungewohnt die Nerven. Und so kam der RFC, der gleich drei Zwei-Minuten-Strafen absitzen musste, wenige Minuten vor der Schlusssirene nicht unverdient zum Ausgleich. Im letzten Spiel gegen die bis dahin stark spielende SG Jößnitz zählte nur ein Sieg. Nils Winkler brachte Merkur zweimal in Führung, doch Marvin Hinte konnte beide male diese ausgleichen. So blieb am Ende nur der letzte Gruppenplatz und Platz sieben nach Neunmeterschießen gegen VfB Plauen Nord. Dass man gegen die beiden späteren Finalisten nicht verlor, war ein schwacher Trost und in erster Linie ein Verdienst der beiden Torleute Toni Lohse und Ricardo Persigehl. Unser Sportlicher Leiter Marco Schwab war dementsprechend enttäuscht: "Mit der Endplatzierung sind wir natürlich nicht zufrieden. Wir kamen im ersten Spiel überhaupt nicht gut rein und haben verdient verloren. Danach wurden unsere Leistungen ein wenig besser, aber gegen Reichenbach müssen wir in Führung liegend und in Überzahl den Sack zu machen. Das Remis gegen Jößnitz war leistungsgerecht. Kein Spieler konnte an seine Topform anknüpfen, dazu wurden die drei verletzten Spieler aus den vorherigen Runden schmerzlich vermisst. Besonders freut mich die Torjägerkanone für Max Merkel. Die Organisation des VFV und die Stimmung in der Halle waren überragend. Natürlich möchten wir dem Reichenbacher FC zum verdienten Pokalsieg gratulieren."   (stwi)

Bild von Marco Schwab: Max Merkel traf zwar in der Endrunde nur einmal, wurde aber mit insgesamt 19 Treffern bester Schütze im gesamten Turnier.