Einer schwachen ersten Hälfte folgt eine starke - leider ohne Erfolg

von Steffen Windisch
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Fußball-Landesklasse: SV Merkur Oelsnitz – SG Handwerk Rabenstein 3:4 (0:3)

 Der SV Merkur Oelsnitz hat am Sonntag die erste Heimniederlage im Jahr 2019 hinnehmen müssen. 3:4 unterlagen die Oelsnitzer nach 0:3-Pausenrückstand dem Spitzenreiter aus Rabenstein und bleiben Zwölfter. Die zweite Hälfte, in der die Hausherren noch einen Elfmeter vergaben, bot den nur 30 tapfer in Schneeregen ausharrenden Zuschauern Dramatik pur. In Hälfte 1 hatte der Tabellenführer das Geschehen beherrscht. Schon in der zweiten Minute schoss Lachmann nach einer Ecke das 0:1. Delling traf den Pfosten (10.), sein Tor vier Minuten später wurde wegen Abseits aberkannt. Nachdem Schmidt zwei Treffer nachgelegt hatte – einer davon resultierte aus einer direkt verwandelten Ecke – gab kaum einer mehr etwas auf die Einheimischen, die lediglich durch den stark aufspielenden Christl zwei gute Möglichkeiten hatten (17./30.). Doch mit Wiederanpfiff spielte Merkur groß auf. Erst erzielte der allein durchlaufende Christl aus spitzem Winkel das 1:3, dann ließ der Gästekeeper einen Schuss des Winterpausenzugangs prallen, Schreiner traf im Nachsetzen zum 2:3. Als Schuch im Strafraum gehalten wurde, gab es Elfmeter für Merkur. Youngster Röhling schnappte sich die Kugel, doch Rabensteins Torwart Rohleder parierte. Die zuvor noch so souveränen Gäste fielen nur noch durch Meckern und Beschimpfungen auf, bis Scherres den Pfosten traf (75.) und der Referee in der Folge auf indirekten Freistoß für Handwerk fünf Meter vor dem Merkur-Tor entschied. Lachmann krachte die Kugel durch alle auf der Linie postierten Oelsnitzer hindurch zum 2:4 in die Maschen. Auch wenn die unermüdlich rackernden Platzherren durch Persigehl aus Nahdistanz zum erneuten Anschlusstreffer kamen, durfte Rabenstein am Ende jubeln, auch weil der Referee noch ein klares Handspiel von Rabensteins Bretfeld im Strafraum übersah.  „Respekt, wie die Mannschaft nach dem 0:3 zurückgekommen ist“, so Merkur-Trainer Jens Starke. „Bitter, dass wir für die deutliche Steigerung nicht belohnt wurden. Die zweite Hälfte macht Mut für die kommenden Aufgaben. Kein Vorwurf an Maximilian Röhling wegen des vergebenen Strafstoßes, das war eine mutige Entscheidung.“  

Oelsnitz: Thoß, Persigehl, Steinel (90. Niemann), Verderber, Schreiner, Heydeck, Baumann (83. Penzel), Röhling (74. Oehm), Christl, Bobach, Schuch. Tore: 0:1 Lachmann (2.), 0:2, 0:3 Schmidt (21./39.), 1:3 Christl (52.), 2:3 Schreiner (56.), 2:4 Lachmann (74.), 3:4 Persigehl (77.). Schiedsrichter: Dommer (Annaberg). Zuschauer: 30. (Freie Presse tgf) Bild: Sulski