Pokalsensation zum Greifen nahe

von Steffen Windisch
Zugriffe: 223

Wernesgrüner Sachsenpokal 2. Runde

SV Merkur Oelsnitz - VFC Plauen 0:1 nach Verlängerung

Unsere Mannschaft stand am Samstag gegen den zwei Klassen höher spielenden VFC Plauen vor 515 Zuschauern kurz vor einer Pokalsensation. Mit einer überragenden kämpferischen und geschlossenen Mannschaftsleisung zwang man den Oberligisten in die Verlängerung. In dieser gelang nach genau 100 Minuten Andreopoulos mit einem sehenswerten Schuss von der Strafraumkante der Siegtreffer zur Freude der etwa 300 Plauener Fans.

Mit so einer Leistung hatte bei Merkur kaum einer gerechnet nach der jüngsten Heimpleite gegen Glauchau, zumal mit Schuch, Persigehl, Oehm, Schreiner und Zenner gleich fünf Leistungsträger fehlten. Eher dachte man da schon an das 0:5 im letzten Jahr gegen den FC Eilenburg. Doch Trainer Jens Starke schickte eine top eingestellte Mannschaft auf den Platz, die sich mit allen verfügbaren Mitteln gegen das erste Gegentor stemmte. Dass solche Pokalderbys ihre oft zitierten eigenen Gesetze haben ist bekannt, auch, dass man das nötige Quentchen Glück braucht und einen erstklassigen Torhüter. Beides war an diesem Tag gegeben. Der Gastgeber verteidigte mit viel Leidenschaft und setzte drei, vier Nadelstiche. Baumann, Hofmann, Sharki und Günthel hatten in der regulären Spielzeit durchaus die Gelegenheit für einen Treffer. Plauen hatte aber deutlich mehr und die klareren Torchancen. So zum Beispiel Bach, der in der 85. Spielminute den Ball an die Lattenunterkante hämmerte und den Abpraller Grandner an die Torlatte köpfte. Aber erst in der Verlängerung wurde der Zwei-Klassen-Unterschied erkennbar. Merkur-Keeper Thoß, an dem die Gäste langsam verzweifelten, war beim Schuss des Griechen Andreopoulos machtlos. Dass das Weiterkommen für den VFC hoch verdient ist, steht außer Frage. Dennoch hatten sich etliche Zuschauer im spielerischen Bereich mehr erhofft. Am Ende gab es zurecht viel Lob für Oelsnitz für die sportliche Leistung auf der einen und für die hervorragende Ausrichtung auf der anderen Seite.  (stwi)

Bild (Harald Sulski): Dass 100 Minuten die Null bei den Gästen auf der Anzeigetafel stand, war auch ein großer Verdienst von Keeper Daniel Thoß, der auch bei den zahlreichen Ecken und Flanken seine gewohnte Souveränität ausstrahlte.