Merkur dreht Spiel in Lichtenstein

von Steffen Windisch
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SSV Fortschritt Lichtenstein - SV Merkur Oelsnitz 2:4 (2:3)

Tore: 1:0 Bär (16.), 2:0 Gemeinhardt (17.), 2:1 Hofmann (33.), 2:2  Persigehl (37.), 2:3 Oehm (FE/42.), 2:4 Hofmann (63.).

Oelsnitz hat in Lichtenstein nach einem 0:2-Rückstand noch 4:2 gewonnen und sich mit 12 Punkten auf Platz vier verbessert. Die Gäste waren vom Anpfiff weg die spielbestimmende Mannschaft, ohne allerdings in der Anfangsviertelstunde zwingende Torchancen zu erspielen. Und dann lag man urplötzlich 0:2 zurück und wähnte sich im falschen Film. Zunächst entwischte der wieselflinke Gemeinhardt nach einem Pass in die Tiefe der Abwehr und behielt im Zweikampf mit Torwart Thoß die Übersicht. Sein Querpass vollendete Bär mühelos (16.). Und nur eine Minute später das gleiche Bild. Gemeinhardt sprintete an Thoß vorbei und schob den Ball ins leere Tor. Nach gut einer halben Stunde und einem genau getimten Diagonalball aus dem Halbfeld von Heydeck, tauchte Hofmann frei vor dem Tor auf und erzielte den Anschlusstreffer (33.). Und nur vier Minuten später gelang Persigehl nach einer scharfen und flachen Eingabe von Merkel das 2:2. Die Gästeführung kurz vor der Halbzeit war hochverdient, da Persigehl und Hofmann bereits vor dem ersten Treffer knapp scheiterten. Hofmann wurde fast an der Grundlinie von den Beinen geholt und Oehm verwandelte den Strafstoß. Nach dem Seitenwechsel scheiterte Hofmann erst zweimal am Lichtensteiner Keeper und in einer Phase, wo der Gastgeber Oberwasser bekam, schlug er zum zweiten Mal und richtigen Zeitpunkt zu. Persigehl zog mit Ball am Fuß durch gesamte Mittelfeld und bediente Schuch und der leitete das Leder elegant weiter zum Torschützen. Danach entwickelte sich in der kampfbetonten Partie, die in Schiedsrichter Keller einen hervorragenden  Leiter fand, ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die größeren besaß aber Merkur in Person von Hofmann, Persigehl und Schuch. Ein gut gelaunter "Schuchi", der bei einem Lattentreffer Pech hatte, meinte nach dem Spiel auf dem Weg in die Kabine: " Heute brauchst keinen besonders hervorheben. Das war von hinten bis vorne eine geschlossene Mannschaftsleistung. Jeder hat sich für den anderen eingesetzt." Auch Trainer Jens Starke war von der Leistung angetan: "Hut ab wie die Mannschaft nach dem Rückstand besonnen weiter gespielt und ihre spielerische Überlegenheit in Tore umgemünzt hat. Das war kein Zufall, sondern alles  sauber herausgespielt. Am Ende können es sogar noch zwei Tore mehr sein." Nächste Woche ist aufgrund des Sachsenpokals Pause und in zwei Wochen empfangen wir Germania Chemnitz in Oelsnitz.  (stwi) Bild: Rassige Zweikämpfe auf dem aufgeweichten Boden bekamen die knapp 80 Zuschauer in Hülle und Fülle zu sehen. Hier behauptet sich Vincent Bobach. Im Hintergrund beobachten seine Teamkammeraden Oehm und Schuch die Szene.