Dramatik Pur im letzten Spiel des Jahres

von Marco Schwab
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Sparkassenvogtlandklasse - 14. Spieltag
SV Merkur 06 Oelsnitz II   -   SV Wildenau   4:4 (1:2)

Am Samstag empfing unsere Zweite den SV Wildenau zum letzten Spiel 2019 und zugleich ersten Rückrundenspiel. Der Saisonauftakt beim Aufsteiger endete im Sommer 2:2, nun wollte man sich bei eisigen Temperaturen auf dem heimischen Kunstrasen mit drei Punkten in die Winterpause verabschieden.
Die Gäste starteten agressiv in die Partie und setzten unsere junge Abwehr mit geschicktem Pressing unter Druck, sodass wir im gesamten ersten Durchgang kaum Mittel fanden gefährlich in des Gegners Hälfte zu kommen. Ein Distanzschuss von Rau war die einzig nennenswerte Torchance der Sperken in Halbzeit 1. Besser machten es die Gäste, die durch ihren erfahrenen Kapitän Reinhardt mit 2:0 in Führung gingen. In der 25. setzte er einen Schuss von der Strafraumgrenze trocken ins Eck und kurz vor der Pause verwandelte er einen Elfmeter, der in der Entstehung aus unserer Sicht eher schmeichelhaft war. Doch nach dem 0:2 antwortete man umgehend und mit dem einzig schnell vorgetragenen Spielzug kam man zum Anschlusstreffer, als Röhling eine scharfe Eingabe bringt, die ein Abwehrspieler ins eigene Tor lenkt.
In der Pause stellte man leicht um und änderte die Taktik, was sofort Besserung brachte. Nun war man wesentlich besser im Spiel und kam zu zahlreichen Möglichkeiten. Das 2:2 folgerichtig in der 50. Minute, eine abgewehrte Eingabe schweißte Rödel aus dem Hintergrund unnachahmlich ins Angel. Man war am Drücker, doch aus heiterem Himmel fiel die erneute Gästeführung, die durch schnelles Umschaltspiel und pfeilschnelle Spitzen unsere Abwehr nicht nur einmal in Verlegenheit brachten. Diesmal tanzte Treibl zwei Merkur-Verteidiger aus und schloß überlegt ins lange Eck ab. Merkur reagierte mit wütenden Angriffen, Wildenaus Keeper hatte nun Schwerstarbeit zu verrichten. Das Spiel wurde auch hitziger, was in der 86. Minute mit einem etwas überzogenen Platzverweis gegen die Gäste Rechnung trug. In der 88. Minute erkämpfte sich Johnny Rau den Ball auf Außen, ließ mehrere Wildenauer alt aussehen und hämmerte den Ball aus spitzem Winkel zum Ausgleich ins Netz. Und es war noch nicht Schluss. Nur eine Minute später erläuft erneut der gut aufgelegte Rau eine zu weit geratene Flanke an der linken Eckfahne und bediente den einlaufenden Rödel mustergültig, der per Kopf überlegt zum 4:3 abschloss. Riesenjubel auf Oelsnitzer Seite, doch es war immer noch nicht Schluss. In der Nachspielzeit ließ man sich zu tief hinten reindrücken und Wildenaus Keeper konnte den Ball ungehindert in den Strafraum schlagen. Leder verlängerte per Kopf und der Ball senkte sich hinter Walter ins lange Eck. Ausgleich!

Ein ungglaubliches Spiel, welches mit dem Auf und Ab exemplarisch für die 1. Halbserie steht. Nun rangiert man auf Rang 6 und hat nach 12 Spielen 18 Zähler. Mit etwas mehr Erfahrung und Cleverness könnte man durchaus einige Punkte mehr auf der Habenseite verbuchen, aber die Mannschaft ist jung und wird aus solchen Spielen lernen. Nun freut man sich zunächst auf die Winterpause, ehe man ab März wieder voll angreifen will. (MS)

Niederlage gegen Aufstiegsfavorit

von Marco Schwab
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Sparkassenvogtlandklasse - 13. Spieltag
SV Merkur 06 Oelsnitz II   -   SV Concordia Plauen   1:3 (1:0)

Am letzten Spieltag der Hinrunde empfing unsere Zweite den Zweitplatzierten Concordia Plauen. Mit einem Sieg hätte unsere junge Truppe nach Punkten gleichziehen können und sich in der Spitzengruppe festgesetzt.
Man begann das Spiel konzentriert und bot dem Favoriten ordentlich Paroli. Den frühen Rückstand verhinderte Walter mit einem klasse Parade gegen Naemt, kurz darauf näherte sich Merkur erstmals mit einem Schuss von Wunderlich dem Concorden-Tor. Es entwickelte sich ein rassiges Spiel mit vielen Zweikämpfen. Einen klasse Konter der Con vollendete Naemt, zum Glück für Merkur aber nur am Pfosten. Kurz vor dem Pausenpfiff ging die Heimelf in Führung: Roth trat einen Freistoß aus dem Halbfeld klasse in den Sechzehner, wo mit Lassek der kleinste Spieler völlig alleingelassen per Kopf vollendete. Im Anschluss erstmals unschöne Szenen, doch eine Tätlichkeit eines Plaueners blieb unbestraft. Die Führung zur Halbzeit etwas glücklich, da Concordia die besseren Chancen besaß, aber man zeigte Willen und viel Kampf.
Im 2. Durchgang wollte man an die Leistung anknüpfen und immer wieder Nadelstiche nach vorn setzen. Die Gäste kamen in Person von Zaim, der am langen Pfosten sträflich frei gelassen wurde, per Kopf zum Ausgleich. Und umgehend folgte die Führung der Con: Ballgewinn im Mittelfeld, Pass nach außen und die Flanke fand den Kopf von Naemt, der Walter ebenso keine Chance ließ. Ab der 62. Minute musste Merkur zu zehnt weiterspielen, Danny Naumann musste mit gelb-rot vom Platz, als er zunächst mit dem Ellenbogen im Luftzweikampf niedergestreckt wurde und dann meckerte. Dem Schiri glitt das Spiel nun zunehmend aus den Händen, eine völlig unzumutbare Zweikampfbewertung ließ das Spiel immer ruppiger werden. Merkur fiel nach vorn nicht mehr viel ein, Militzer im Plauener Kasten verlebte eine ruhige zweite Hälfte. In der 79. Minute machte Zaim den Deckel drauf, als er nach einem Alleingang Walter austanzt und dann trocken ins Eck versenkt.
Am Ende geht der Sieg für Concordia Plauen völlig in Ordnung. Im letzten Spiel des Jahres muss sich unsere Elf am kommenden Samstag gegen Aufsteiger Wildenau nochmal aufraffen um drei Punkte zu holen und so die gute Halbserie mit einem versöhnlichen Ende zu beschließen. (MS)

Wieder nichts zu holen beim Angstgegner Adorf

von Marco Schwab
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Sparkassenvogtlandklasse - 12. Spieltag
VFC Adorf  -   SV Merkur 06 Oelsnitz II  3:1 (2:0)

Am Samstag trat unsere 2. Mannschaft zum Oberland-Derby beim VFC Adorf an. Auf dem kleinen Kunstrasen wollte man wie zuletzt im Heimspiel gegen Stahlbau mit geballter Offensive versuchen den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen. Die Adorfer waren darauf aber bestens eingestellt und konnten sich immer wieder aus engen Szenen befreien. Das 1:0 für den VFC erzielte Konrad Haller nach 38 Minuten. Lassek versuchte es im direkten Gegenzug mit einem Alleingang, blieb jedoch am letzten Adorfer hängen. Adorf drückte nun aufs 2. Tor und wurde kurz vorm Pausenpfiff durch Teschauer belohnt. Im 2. Durchgang gab es Chancen auf beiden Seiten und Lassek konnte Mitte der 2. Hälfte verkürzen. Nun war man leicht am Drücker und wollte in der Schlussphase den Ausgleich erzwingen, doch erneut Teschauer war in der 73. Minute zur Stelle und brachte mit seinem 2. Tor die Entscheidung.
Es war ein verdienter Sieg der Gastgeber, die aggressiver auftraten und spielerisch mindestens ebenbürtig waren. Nächste Woche erwartet man zum Spitzenspiel Vierter gegen den Zweiter den SV Concordia Plauen auf dem Kunstrasen des Elstertalstadions. (MS)

Bild: VFC Adorf | Facebook

Merkur II mit Sieg im 9-Tore-Spektakel

von Marco Schwab
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Sparkassenvogtlandklasse - 11. Spieltag
SV Merkur 06 Oelsnitz   -   SG Stahlbau Plauen   2:2 (5:4)

Nach zwei Niederlagen in Folgte hatte sich unsere 2. Mannschaft am Samstag fest vorgenommen gegen die Stahlbauer aus Plauen wieder drei Punkte einzufahren. Vergangene Saison reichte es gegen die erfahrene Mannschaft nur zu einem Punkt aus zwei Spielen, doch diesmal waren die Vorzeichen andere, denn die Gäste haben derzeit mit großen Personalproblemen zu kämpfen während unsere Elf fast aus dem Vollen schöpfen kann.
Dementsprechend begann man die Partie mit einer sehr mutigen Aufstellung und Taktik. Dies hätte nach 2 Minuten beinahe schon gefruchtet, doch als Röhling den Ball im Netz versenkt, erkennt der Assistent richtigerweise auf Abseits. Die kalte Dusche folgte im Gegenzug. Bei einem Diagonalball pennt man und Michel Bär lässt sich solch eine Chance nicht nehmen, 0:1. Es ging weiter Schlag auf Schlag, bereits in der 6. Minute kann Johnny Rau den Ausgleich erzielen, als er eine klasse Flanke von Finger volley versenkt. 11 Minuten waren gespielt, als bereits der 3. Treffer fiel: Eine gut angeschlagenenen Freistoß von Roth kann ein Stahlbauer nur ins eigene Tor bugsieren. Doch die Gäste zeigten sich nicht geschockt und glichen erneut aus. Unterdörfer traf zum 2:2 nach nicht mal 20 Minuten. Nun beruhigte sich dieser offene Schlagabtausch etwas und die Torraumszenen wurden weniger. Zweimal musste Merkur-Keeper Sebastian Walter seine ganze Klasse zeigen und sein Team vorm erneute Rückstand bewahren.
Im 2. Durchgang gab Merkur II sofort den Ton an und wurde belohnt. Zunächst scheiterte Rödel mit einem Geschoss noch am Lattenkreuz, doch wenig später nutzte er einen Foulelfmeter (Bär an Finger) zur 3:2-Führung. Anschließend hatte man zahlreiche Torchancen um das 4. Tor zu erzielen, doch Stahlbau kam nach einer Stunde wie aus heiterem im Himmel zum Ausgleich, erneut nutzte Bär einen eklatanten Abwehrfehler. Doch Merkur antwortete prompt und wieder war Rödel zur Stelle. Er staubte nach einem Rau-Knaller in Mittelstürmermanier ab. Als Nino Lassek in der 65. Minute das 5:3 erzielte, es war sein erster Pflichtspieltreffer, der zudem nach einem herrlichen Spielzug über Roth, Finger und Rau zu Stande kam, dachte alle die Messen seien gelesen, denn Stahlbau machte auch körperlich nicht den Eindruck noch etwas entgegensetzen zu können. In der Folge verpasste man es das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Stahlbau kam in der Nachspielzeit eher glücklich zum Anschlusstreffer, Pascal Müller versenkte mit Hilfe des Innenpfosten. Das man in den verbleibenden Sekunden noch einmal zittern musste war eigentlich unglaublich. Stahlbau warf nochmal alles nach vorn und spielte Michel Bär frei, der Walter umkurvte und aufs leere Tor schoß, Hieronimus konnte aber geistesgegenwärtig reagieren und den Ball vor der Linie blocken. Diese Schrecksekunde wenige Momente vorm Abpfiff hätte man sich leicht ersparen können wenn man zum einen vorn mehr aus den sich bietenden Chancen gemacht hätte und im Defensivverbund weniger Fehler gemacht hätte. Doch am Ende stehen drei hochverdiente Punkte! (MS)

Verdiente Niederlage beim Spitzenreiter

von Marco Schwab
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Sparkassenvogtlandklasse - 10. Spieltag
SpVgg Neumark   -   SV Merkur 06 Oelsnitz II  2:0 (0:0)

Am Samstag trat unsere 2. Mannschaft die weite Reise nach Neumark zum Tabellenführer an. Dort wollte man dem Favoriten mit einer cleveren Taktik den Zahn ziehen.
Im 1. Durchgang war man der SpVgg mindestens ebenbürtig. Man hatte zwei sehr gute Chancen. Liebich netzte nach Freistoß-Flanke ein, doch der Schiriassi sah ihn knapp im Abseits. Kurz darauf bedient Niemann Kapitän Rödel mustergültig, der nimmt den Ball mit vollem Risiko volley, doch Neumarks Keeper Herrmann entschärft den Ball mit einem Wahnsinnsreflex. Auf der Gegenseite sicherten Torhüter Walter und Naumann in der gefährlichsten Szene vor der Pause mit vereinten Kräften das eigene Tor. Zudem wurde der Heimelf ebenfalls ein Abseitstor aberkannt.
Im 2. Durchgang wurde Neumark aktiver und ging in der 54. Minute in Führung. Man verteidigte auf außen zu passiv, sodass der einlaufende Groß problemlos bedient werden konnte und den Ball über die Linie drückte. Nun war es natürlich das Spiel des Tabellenführers, der sich tief zurückziehen konnte und seine Konterstärke ausspielte. Merkur fiel wenig ein, nur ein Freistoßkracher von Rödel brachte nochmals Torgefahr. In der 72. Minute die Entscheidung: Neumarks Kapitän wird auf die Reise geschickt und bleibt allein vor Walter cool. Leider verfiel man anschließend wieder in Undiszipliniertheiten. Unrühmlicher Höhepunkt war eine gelb-rote Karte für Prang, der für ein Foul und anschließend Meckern mit der Ampelkarte bestraft wurde.

So steht am Ende trotz guter 1. Halbzeit die zweite Niederlage in Folge. Man verbleibt zwar auf Rang 4, hat mit der SG Stahlbau Plauen am kommenden Wochenende jedoch erneut eine harte Nuss zu knacken. (MS)

1. Saisonniederlage für Merkur II

von Marco Schwab
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Sparkassenvogtlandklasse - 9. Spieltag
SV Merkur 06 Oelsnitz   -   SpVgg Grünbach-Falkenstein   0:2 (0:1)

Am vergangenen Samstag fand das Spitzenspiel der Vogtlandklasse in Oelsnitz statt. Merkur als Dritter empfing den Viertplatzierten der SpVgg Grünbach-Falkenstein. Merkur fand gut in die Partie und hatte das Spiel unter Kontrolle ohne nach vorn zwingendes herauszuarbeiten. Die Gäste kamen nach ca. 10 Minuten besser ins Spiel und konnten das ein oder andere Mal Offensivluft schnuppern. So dauerte es nicht lang, bis die Führung der SpVgg fiel: In der 14. Minute köpfte Dustin Dick eine Ecke völlig ungehindert ein. Dem voraus ging jedoch ein klares Foul an Keeper Speri im Luftzweikampf. In der FOlge igelten sich die Gäste hinten ein und versuchten mit langen Bällen auf ihren schnellen Spitzen zum Erfolg zu kommen. Merkur fand nach vorn keine Lösungen und spielte in der gegnerischen Hälfte viel zu ungenau. Die einzig nennenswerte Torchance für Merkur im 1. Durchgang hatte Felix Niemann, der eine Eingabe unter Bedrängnis sehenswert mitnahm aber dann zu überhastet nebens Tor semmelte.
In der 2. Hälfte stellte Grünbach-Falkenstein die Weichen früh auf Sieg. Nach einer Eingabe von außen ist es erneut Dick, der aus Nahdistanz freistehend einnetzte. Merkur versuchte sich nochmal aufzubäumen, doch es wollte einfach nichts gelingen. Gegen eine dicht gestaffelte Abwehr spielte man sich keine einzige richtige Torchance heraus. Keeper Weidlich wurde erst kurz vor Schluss vom eingewechselten Roth geprüft.

So muss man am Ende mit dieser verdienten Niederlage leben. Ausgerechnet im Spitzenspiel zeigte man die schlechteste Saisonleistung. Man war sich einig, man hätte noch bis in die Nacht spielen können, an diesem Tag hätte man kein Tor mehr geschossen.
In 2. Wochen ist man auswärts beim Tabellenzweiten SpVgg Neumark gefordert. Diese Aufgabe wird mit Sicherheit nicht einfacher. (MS)

Bild: Florian Finger war an diesem Tag einer der wenigen Lichtblicke der Merkur-Offensive.