VFC Plauen sichert sich fair play sport Plauen Cup 2019

von Marco Schwab
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Am vergangenen Samstagnachmittag fand der diesjährige fair play sport Plauen Cup der B-Junioren in der Sporthalle Oelsnitz statt. Angetreten waren 10 Mannschaften, die in 2 Vorrundengruppen um vier Halbfinalplätze spielten.
In Gruppe A wurde es eine deutliche Angelegenheit für den Landesligisten VfB Auerbach. Mit 12 Punkten und 25 geschossenen Toren ließ man den Gegnern keinerlei Chance und zeigte dabei Hallenfußball vom Feinsten. Als Gruppenzweiter qualifizierte sich die SpG Großfriesen fürs Halbfinale, denen im entscheidenden letzten Spiel gegen Kürbitz ein Remis reichte. Merkur Oelsnitz I kam mit 4 Punkten auf Rang 4 ein und vermieste sich eine bessere Platzierung durch einen leichtfertigen Punktverlust gegen den Drittplatzierten SG Kürbitz. Der VfB Moschendorf war chancenlos und blieb ohne Punkt.

In Gruppe B war das Rennen wesentlich enger und bis zum Schluss war hier alles offen. Gruppensieger VFC Plauen tat sich in allen Spielen schwer, konnte aber mit drei Siegen die Konkurrenz auf die Plätze verweisen. Die einzige Niederlage des VFC gab es gegen den VSC Mylau-Reichenbach, der sich damit Platz 2 sicherte, diesen jedoch im letzten Gruppenspiel gegen Merkur II hart verteidigen musste. Das Spiel endete 1:1. Wiesla Hof und dem FSV Schleiz gelang jeweils auch ein Sieg.
In den Halbfinals setzten sich standesgemäß die Favoriten durch. Auerbach fegte Mylau-Reichenbach mit 5:1 vom Parkett, der VFC tat sich gegen Großfriesen erneut schwerer, konnte am Ende jedoch mit 2:0 die Oberhand behalten. Die Plätze 5 bis 10 wurden in Neunmeterschießen ausgetragen, wobei Moschendorf gegen Wiesla Hof, Merkur I gegen Schleiz und Merkur II gegen Kürbitz die besseren Nerven bewiesen. Den Bronzerang sicherte sich Großfriesen verdientermaßen gegen Mylau-Reichenbach. So kam es gegen 16:45 Uhr zum erwarteten Finale der beiden sächsischen Landesligisten aus Plauen und Auerbach. Die Drei-Türme-Städter waren in den Augen vieler Zuschauer klarer Favorit, zeigten sie doch im bisherigen Turnierverlauf den mit Abstand besten Hallenfußball. Doch die Außenseiterrolle lag dem VFC. Mit einem überragend aufgelegten Lasse Müller im Tor zog man den Auerbachern den Zahn. 16 Sekunden vor Schluss konnte Connor Fröhlich einen Ballverlust an der Mittellinie nutzen und versenkte den Ball im verwaisten Tor zum umjubelten 1:0-Siegtreffer. Es gab wütende Proteste der Auerbacher Spieler und Trainer, diese waren aber völlig überzogen und änderten nichts an der Finalniederlage. Hier sollte der ein oder andere Verantwortliche seine Wortwahl gegenüber Schiedsrichter oder Turnierleitung überdenken.


Bei der Siegerehrung ging kein Team leer aus. Alle Teams erhielten einen Derbystar Spielball und eine Urkunde. Für die Plätze 4 bis 10 gab es eine kleine Erinnerungsplakette und für die drei Erstplatzierten große Pokale. Auch den beiden Schiedsrichtern Manfred Jahn und Gunter Schwab wurde der Dank für die souveränen Leistungen ausgesprochen und mit einer kleinen Erinnerung geehrt. Zudem gab es vier Einzelehrungen: Die Wahl zum Besten Torhüter fiel auf Luca Richter vom FSV Schleiz. Der Großfriesener Julius Greiner wurde zum Besten Defensivspieler gewählt. Der Torschützenkönig kam ebenso wie der beste Techniker aus Auerbach. Moritz Seidel und Jonas Unger lieferten sich hier in beiden Kategorien ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende hatte Seidel ein Tor mehr erzielt und Unger wurde als Bester Techniker ausgezeichnet.

Am Ende ein kurzweilig und gut organisiertes Turnier, mit dem die Organisatoren durchaus zufrieden sein können. Nur die sportliche Leistung des Gastgebers ließ etwas zu wünschen übrig. (M. Schwab)