Vogtlandklasse: 18. Spieltag
SV Merkur 06 Oelsnitz II – SV Kottengrün 1:2 (1:1)
Am Samstag musste Merkur’s 2. Mannschaft eine unglückliche aber ebenso bittere Niederlage hinnehmen. Gegen die noch abstiegsbedrohten Gäste aus Kottengrün unterlag man schlussendlich nicht unverdient mit 1:2. Nach der guten Serie zuvor wollte Merkur II den März mit einem Derbysieg vergolden, doch am Ende wogen die Ausfälle von Voigt, Prang und Niemann zu schwer.
Beide Teams begannen die Partie abwartend und mit tiefem Block in der eigenen Hälfte. Die ersten Möglichkeiten hatten die Gäste. Die Volleyabnahme des ehemaligen Oelsnitzers Chris Eichler wurde geblockt, den Nachschuss von Greiner klärte Röhling auf der Linie (12.). Ein sehenswerter Spielzug ließ Greiner allein vor Merkur-Hüter Thoß auftauchen, der aber die Oberhand behielt (20.). Danach kam auch Merkur zu Chancen und muss dabei eigentlich in Führung gehen: Einen Spitzner-Freistoß klärt Gäste-Keeper Altmann vor die Füße von Grundig, der zu überrascht ist und den Ball an den Pfosten setzt, Köchers Versuch im Nachschuss wird geblockt. Nur Sekunden später bedient Grundig Spitzner, dessen Versuch von Altmann abgewehrt wird, erneut setzt Grundig nach und setzt den Abpraller an die Latte (22.). In Minute 29 dann die Führung für Oelsnitz: Spitzner erobert stark den Ball und schickt Grundig auf die Reise, der den Keeper umkurvt und eiskalt einschiebt. Der Ausgleich fiel mit dem Pausenpfiff (46.). Einen Ballverlust im Vorwärtsgang nutzt Kottengrün und bringt Kapitän Dörks in Position, der einen Oelsnitzer aussteigen lässt und sehenswert im langen Eck einschiebt.
Mit Beginn des 2. Durchgangs verflachte die Partie immer mehr und gefährliche Szenen waren Mangelware. So fiel dann auch der Führungstreffer für den SVK in die Kategorie “glücklich”. Nach Foul an Röhling zeigt Schiri Zeglin zur Verwunderung aller Freistoß für die Gäste. Diesen tritt Greiner in die Mauer, von wo der Ball ins lange Eck trudelt. Anschließend übernahm die Heimelf wieder die Initiative und kam durch Dennis Reich zur besten Chance, doch er trifft nur das Außennetz. Die Schlussviertelstunde war schon angebrochen, da fasste sich Köcher nach Balleroberung aus 35m ein Herz, doch sein Strahl rauschte knapp über den Querbalken. Weitere Chancen für Merkur ergaben sich nicht, die Gäste verteidigten leidenschaftlich und Merkur agierte zu ideenlos.
Unglücklich im Zustandekommen, aber im Vergleich zu den Vorwochen war es einfach nicht gut genug, um als Sieger vom Platz zu gehen. Die Gäste verschafften sich damit etwas Luft im Abstiegskampf.
Nach der Osterpause empfängt Merkur II die Zweitvertretung des SC Syrau. (MS)
Bild (J. Geigenmüller): De. Reich, M. Röhling und D. Grundig fanden gegen die Kottengrüner zu selten ein Durchkommen

