Vogtlandklasse: 20. Spieltag
Leubnitzer SV – SV Merkur 06 Oelsnitz II 3:0 (1:0)
Nach der schwachen Vorstellung eine Woche zuvor (1:3 gegen Syrau II) wollte unsere 2. Männermannschaft beim Tabellenzweiten Leubnitz eine bessere Leistung zeigen und Zählbares mitnehmen. Dies gelang nur zum Teil. Zwar zeigte Merkur II eine couragierte Leistung und das 3:0 klingt deutlicher als es war, aber am Ende war der Aufstiegskandidat eine Nummer zu groß.
In der 1. Halbzeit entwickelte sich auf schwierigem Geläuf schnell ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Oelsnitz hat durch Henke die Riesenmöglichkeit in Führung zu gehen, doch sein Abschluss nach klasse Vorarbeit von Prang rauscht Zentimeter nebens Tor (6.). Auch die guten Schussversuche von Prang und Niemann sind einen Tick zu ungenau, zeigen aber, dass Merkur gut im Spiel ist. Die Führung der Heimelf eher glücklich: Ein langer Freistoß wird mit den Haarspitzen von Blei touchiert, Torhüter Colditz verschätzt sich und so landet der Ball im Netz. Auch der LSV hat seine Möglichkeiten, lässt diese nach Umschaltmöglichkeiten aber teils kläglich liegen. Vor der Pause scheitern Fritsche auf der einen und Köcher auf der anderen Seite noch mit guten Einschussmöglichkeiten.
Nach dem Wechsel brachte Leubnitz seinen Kapitän Schröter auf den Platz, der immer wieder für Gefahrenmomente sorgte und so auch die Vorentscheidung einleitete: Erneut ein langer Freistoß wird von ihm unnachahmlich in den Sechzehner auf den startenden Birkner verlängert, der mit etwa Glück auf Fritzsch weiterleitet und der aus Nahdistanz ungehindert einschiebt (55.). Danach waren die Messen gelesen, Merkur fand keine Mittel mehr gegen eine stabile Defensive zu klaren Torchancen zu kommen. Leubnitz verwaltete clever und machte in der Nachspielzeit durch Birkner endgültig den Deckel drauf.
Am Ende eine Niederlage, mit der man leben kann, war die Leistung doch ein Schritt nach vorn und mit etwas mehr Effizienz und Spielglück steht zur Halbzeit ein anderes Resultat an der Tafel. In 2 Wochen sieht man sich wieder zum Viertelfinale des Vogtlandpokals. Auf heimischem Kunstrasen wird Merkur II dann alles daransetzen, diese harte Nuss zu knacken. Zuvor erwartet man am kommenden Samstag das Tabellenschlusslicht Nord Plauen in Oelsnitz und ist hier nach drei Niederlagen in Folge fast schon gezwungen, in der Liga wieder zu punkten. (MS)
Bild (S. Müller): Merkur’s Henke und Niemann waren wieder Antreiber ihrer Mannschaft, hatten aber Pech mit ihren Abschlüssen

