Vogtlandpokal: 2. Runde
SV Concordia Plauen – SV Merkur 06 Oelsnitz 2:3 (0:2)
Was für ein Pokalsamstag für unsere Zweite! Mit einem 3:2-Auswärtssieg beim Spitzenreiter der Vogtlandklasse sorgte Merkur II am Samstag für eine faustdicke Überraschung und warf die bis dahin verlustpunktfreie SV Concordia Plauen aus dem Vogtlandpokal. Personell musste man aufgrund einiger Ausfälle auf Unterstützung aus der Ersten zurückgreifen. Die Vorbereitung auf die Partie war angesichts des Oelsnitzer Oktoberfestes zudem alles andere als optimal.
Auf dem Platz war davon allerdings nichts zu spüren: Merkur war von Beginn an hellwach, setzte den Matchplan konsequent um und belohnte sich bereits nach acht Minuten. Nach Versuchen von Müller und Knoll vollende Weller den ersten Konter und staubte zur frühen Führung ab. Concordia antwortete mit viel Ballbesitz, blieb gegen die kompakte und zweikampfstarke Merkur-Defensive aber weitgehend ideenlos. Lediglich Duran traf in der 12. Minute das Aluminium. Effektiver blieb Merkur: In der 20. Minute schickte Prang den aus der eigenen Hälfte gestarteten Knoll auf die Reise. Der zog durch und blieb vor dem Keeper eiskalt – 2:0! Weitere gute Chancen durch Spitzner und Knoll hätten den Vorsprung sogar noch erhöhen können. Auf der Gegenseite erwies sich Görtz im Merkur-Tor als sicherer Rückhalt.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Concordia musste kommen, fand aber weiterhin kaum Mittel. Als Spitzner nach starker Vorarbeit des eingewechselten Reich in der 72. Minute zum 3:0 traf, schien die Partie entschieden. Doch Concordia gab sich noch nicht geschlagen. Der flinke Duran setzte sich erneut durch und verkürzte postwendend auf 1:3. Nun begann die heiße Schlussphase. Merkur warf sich in jeden Ball, verteidigte mit Mann und Maus und hatte dabei auch das nötige Quäntchen Glück. Tief in der Nachspielzeit zeigte der Schiedsrichter noch auf den Punkt. Kemmoe verwandelte zum 2:3. Doch auch die letzte Ecke überstand Merkur II und brachte den völlig verdienten Pokal-Coup über die Zeit!
Wille. Leidenschaft. Kampf. Genau das war an diesem Nachmittag der Schlüssel zum Erfolg. Eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der eigentlich niemand herauszuheben ist. Besonders stark präsentierte sich jedoch Niklas Günther, der nach seiner schweren Verletzung erstmals wieder in der Startelf stand und gemeinsam mit Maximilian Röhling die Merkur-Defensive mit enormer Abgeklärtheit und Zweikampfstärke zusammenhielt.
Damit steht Merkur II in der nächsten Runde des Vogtlandpokals. Am kommenden Samstag wartet in der Vogtlandklasse der SV Wildenau zum 7. Spieltag im heimischen Elstertalstadion. Dort gilt es, die starke Leistung zu bestätigen und weiter oben dranzubleiben. (MS)
Was für ein Pokal-Fight, Merkur II 🖤💚
Bild (SV Concordia Plauen): Tim Spitzner erzielte das 3:0 und war mit zahlreichen Läufen einer der auffälligsten Oelsnitzer

