Nach fünf Testspielen mit ausgeglichener Bilanz wird es am Sonntag ernst: Der SV Merkur 06 Oelsnitz startet beim BSC Freiberg in seine 11. Sachsenklasse-Saison in Folge. Während die Fragezeichen vor einem Jahr noch groß waren und nach der 0:7-Klatsche zum Saisonauftakt gegen den späteren Aufsteiger noch größer wurden, gehen die Oelsnitzer Verantwortlichen diesmal vergleichsweise unaufgeregt in die neue Spielzeit.
Zwei Abgängen – Pieschel und Ußfeller – stehen mit Max Rudisch vom SC Syrau und Max Hertel vom Bayern Hof zwei Neuzugänge für die Offensive gegenüber. Ansonsten setzt Merkur auf Kontinuität und die Weiterentwicklung der Mannschaft.
Doch bereits zum Saisonstart ist die Mannschaft gefordert, denn das Auftaktprogramm hat es in sich. Nach dem Gastspiel in Freiberg wartet zum ersten Heimspiel im Elstertalstadion mit Vorjahres-Vizemeister Lok Zwickau gleich der nächste Hochkaräter. Anschließend geht es zum FC Stollberg. Allesamt Mannschaften, die fraglos das Potenzial haben, in der neuen Saison im oberen Tabellenbereich mitzuspielen.
Nach dem verkorksten Saisonende mit sechs Spielen ohne Sieg gilt es nun, ausgerechnet beim Vorjahresdritten Farbe zu bekennen. In der vergangenen Saison konnte Merkur in Freiberg einen Punkt erkämpfen: Beim spektakulären 4:4 traf Röhling in der Schlussminute zum Ausgleich. Das Rückspiel im Elstertalstadion entschied Merkur anschließend mit 2:1 für sich.
Die Bergstädter absolvierten derweil eine nahezu makellose Vorbereitung und mussten sich lediglich in der Generalprobe dem Oberliga-Absteiger FC Grimma knapp mit 1:2 geschlagen geben.
Merkur konnte seine Generalprobe dagegen erfolgreich gestalten. Beim Vogtlandligisten BC Erlbach setzte sich die Mannschaft mit 3:2 durch und wusste dabei auch spielerisch zu überzeugen. Merkur-Präsident Jürgen Geigenmüller formulierte gegenüber der Freien Presse das ambitionierte Saisonziel: „Wir wollen einen vorderen Tabellenplatz erreichen.“ Gleichzeitig sieht er noch Verbesserungspotenzial: „Die Offensive funktioniert, aber die Defensive macht mir Sorgen.“
Trainer Kenny Häußler und sein Co-Trainer Denny Buschner werden in den verbleibenden Tagen alles daransetzen, die Mannschaft optimal auf den BSC Freiberg einzustellen – und ihrem Präsidenten möglichst schnell zu beweisen, dass auch die Defensive für die neue Saison gerüstet ist.
Personell kann das Trainerteam dabei nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Andreas Knoll fehlt derzeit verletzungsbedingt. Torhüter Toni Lohse, der in der kompletten Rückrunde der vergangenen Saison ausfiel, befindet sich aktuell im Aufbautraining und ist für den Saisonauftakt noch keine Option.
Anstoß in Freiberg ist am Sonntag um 15 Uhr auf dem Rasenplatz.
Wir drücken unserer Mannschaft die Daumen und freuen uns gemeinsam mit euch auf die neue Saison! Auf geht’s, Merkur! (MS)
Bild: Merkur-Stürmer Toni Döge – hier im Testspiel gegen den FC Werda – wird nach 19 Toren in seiner 1. Saison versuchen, diesen Wert zu toppen.


