SV MERKUR 06

SV Merkur 06 Oelsnitz e.V.

10 Jahre Landesklasse – Merkur kann stolz auf eine einmalige Bilanz zurückblicken

Merkur Oelsnitz ist die einzige Mannschaft, die seit der Gründung der Landes-/Sachsenklasse vor 10 Jahren ohne Unterbrechung vertreten ist und kann auf eine beeindruckende Bilanz zurückblicken. Die drei anderen Gründungsmitglieder Lok Zwickau mit neun, sowie Stollberg und Thalheim mit jeweils acht Spielzeiten sind entweder auf- oder abgestiegen. Am 14. August 2016 begann die Reise als Aufsteiger und Meister der Vogtlandliga mit einem 2:1-Sieg in Kottengrün und Platz sieben nach der Premierensaison war ein beachtlicher Anfang. Zehn Jahre später oder nach 250 Spielen – 50 fehlen aufgrund von Corona – stehen 126 Siege und 88 Niederlagen zu Buche. Die letzte Niederlage vor einer Woche bei Lok Zwickau war allerdings auch mit 0:8 die höchste. Die Zuschauer bekamen, egal ob zuhause oder auswärts, oft Spektakel und viele Tore geboten. Erinnert sei an einen kühlen Herbsttag auf dem Schneeberger Kunstrasen, als man nach 0:4-Rückstand noch deutlich gewann. Oder aber an einem letzten Spieltag in Rabenstein, die SG Handwerk hat sich längst als Spitzenteam der Landesliga etabliert, als Robert Hofmann beim 6:6 alle Tore schoss und noch Torschützenkönig wurde. Das Gesamttorverhältnis von 589 zu 488 ist ein Indiz für viele Tore –  vorne wie hinten. Trainer Kenny Häußler äußerte vor kurzem nach dem 5:2-Sieg in Meerane, auch wenn mich Gegentore ärgern, ich habe es lieber so, als ein 1:0. Viermal stellte Merkur mit Marcel Schuch (2017/24 Tore) und dreimal Hofmann (2018, 2020, 2023 / 26, 20, 25 Tore) den Torschützenkönig. 2023 sind 75 eigene Treffer der Bestwert, in der eben abgelaufenen Saison kassierte man mit 69 die meisten Gegentore. In all den Jahren gab es nur einen Präsidenten und dieser ist außergewöhnlich und der Hauptgrund für die außerordentlich erfolgreiche Arbeit im gesamten Verein. Jürgen Geigenmüller ist nicht nur Sponsor, sondern auch führungsstark und sich für keine Arbeit zu schade. Alle im und um den Verein wissen um seinen hohen Stellenwert und dies zu schätzen. Aber auch auf der Trainerposition gab es bis auf zwei Ausnahmen Konstanz. Jens Starke übernahm nach dem Bezirksligaabstieg 2014 die Mannschaft von Frank Buschner und stieg zwei Jahre später auf. Bis zum Abschied 2020 stand er 104-mal als Verantwortlicher an der Seitenlinie in der Landesklasse und ein Jahr später noch viermal als Interimscoach. Robby Zimmermann und Thomas Sesselmann waren danach nur etwa für ein Jahr als Coach tätig. Auch die Co-Trainer Axel Schröter und Manuel Wunderlich hatten viele Jahre ihren Anteil am Erfolg. In der Winterpause 2023 übernahm Kenny Häußler, davor fünfeinhalb Jahre Trainer der zweiten Mannschaft, das Zepter und setzte die erfolgreiche Arbeit seiner namhaften Vorgänger fort. Obwohl sein Einstand mit einer 1:7-Pleite in Beerheide gegen VfB Auerbach II ernüchternd verlief, kann Häußler danach eine bemerkenswerte Bilanz vorweisen. Nur 36 Niederlagen, dafür aber 51 Siege in 103 Punktspielen sprechen für sich. Auch der höchste Sieg – ein 10:0 gegen Neukirchen – fiel unter seiner Regie. Merkur spielte immer solide, landete am Ende meistens im gesicherten Mittelfeld und hatte bis auf eine kleine Ausnahme nie etwas mit dem Abstieg zu tun. Im Gegenteil: 2018 beendete man die Saison als Dritter mit 55 Punkten, wurde danach zweimal Vierter und steigerte sich 2023 sogar als Vizemeister auf 57 Zähler.

Auch im Sachsenpokal gab es einige interessante Begegnungen, wobei die gegen Regionalligist Chemnitzer FC vor knapp 1000 Zuschauern – darunter über 300 im stimmungsvollen Gästeblock – im Elstertalstadion im September 2023 das Highlight war. Auf über 100 Punktspiele für Merkur in der Landesklasse kommen Sven Baumann (167), Willi Schreiner (161), Dominic Oehm (125), Daniel Thoß (102) und die nicht mehr aktiven Robert Hofmann, Marcel Schuch und Ricardo Persigehl. Erfolgreichste Torschützen waren Hofmann (118), gefolgt von Schuch (78) und Persigehl (44). Wenn die Mannschaft im August mit dem Trainerduo Häußler/Buschner dem Vernehmen nach ohne große personelle Veränderungen in seine elfte Spielzeit im Sächsischen Fußballverband geht, dann heißt es, der Blick ist wieder nach vorne gerichtet und es geht weiter. Vielleicht auch auf die nächsten 10 Jahre.   (stwi)

Archivbild: Sie kamen nach dem Aufstieg als Königtranfers zum SV Merkur und brachten jede Menge Regional- und Oberligaerfahrung mit. Ricardo Persigehl (147 Spiele/47 Tore) und Marcel Schuch (115/78) – hier bei der Verabschiedung 2023 – prägten sieben Jahre das Spiel und waren absolute Leistungsträger. Ganz links der Sportliche Leiter Marco Schwab und rechts Präsident Jürgen Geigenmüller.