FSV Motor Marienberg – SV Merkur Oelsnitz 3:1 (1:0)
Nach sechs ungeschlagenen Spielen und genau acht Wochen nach der Rückrundenauftaktniederlage in Schöneck musste Merkur Oelsnitz in der Sachsenklasse wieder eine Niederlage einstecken, bleibt aber auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Gäste hatten im Vergleich zum Oelsnitzer Teppich auf dem ungewohnt holprigen Rasenplatz im Marienberger Lautengrundstadion Anpassungsprobleme und konnten ihre spielerische Linie nicht so gestalten, wie eine Woche zuvor gegen Oberlungwitz. „Wir haben gegen einen starken Gegner, der uns keine Räume für die Tiefenläufe gelassen hatte, gespielt und sind nach einem schwer zu verteidigenden Eckball in Rückstand geraten“, war die erste Einschätzung von Merkur Coach Kenny Häußler. Bauer war die eine Sekunde aufmerksamer und köpfte zur Führung ein (21.). Danach scheiterte sein Team ebenso am Pfosten, wie Merkur kurz vor der Halbzeit. Kapitän Sven Baumann hatte mit einem Schuss aus etwa 14 Metern das gleiche Pech. „In der zweiten Halbzeit haben wir etwas umgestellt, weniger versucht Fußball zu spielen, sondern mehr mit langen Bällen zu agieren. Das ist aber nicht unsere Art und liegt uns auch nicht. Ärgerlich war auch unser zweites Gegentor nach einem Abwehrfehler“, so das weitere Resümee vom Trainer. Bauer lief in eine zu kurze Rückgabe von Florian Merkel und erzielte mit seinem 13. Treffer das 2:0 (61.). Nach einem Foul an Ardijon Gashi und dem verwandelten Strafstoß von Toni Döge – sein 12. Tor – kam wieder Hoffnung auf bei Oelsnitz und erst recht nach der Roten Karte für einen Marienberger Spieler. „Etwas zu hart, hier hätte es Gelb auch getan“, fand Häußler, denn danach wurde es hitziger und die Stimmung hat sich hochgeschaukelt. Auf dem Platz war von der numerischen Überzahl nicht viel zu sehen. Erst in den letzten zwei Minuten der regulären Spielzeit bot sich zweimal die Gelegenheit zum Ausgleich, doch in der fünften Nachspielminute nach dem letzten Eckball – Merkur warf alles nach vorn – wurde man klassisch ausgekontert und Gerelach lief alleine auf das leere Tor zu und traf zum 3:1-Endstand. „Es war ein gutes und anständiges Spitzenspiel mit einem normalerweise typischen leistungsgerechten 1:1- Ausgang. Wir haben aber den einen entscheidenden Fehler gemacht, aber es gibt keinen Vorwurf an „ Flo“ Merkel, der uns schon genug Punkte gerettet hat. Dass die Stimmung und der Zusammenhalt im Team hervorragend sind, hat der anschließende und lange Mannschaftsabend bewiesen“, war das Schlusswort von Trainer Häußler, der mit dieser Niederlage leben kann. (stwi)
Bild von J. Geigenmüller: Merkurs bester Schütze Toni Döge verwandelt den Strafstoß zum 2:1-Anschlusstreffer


