SV MERKUR 06

SV Merkur 06 Oelsnitz e.V.

Trotz historischer Pleite zum Abschluss – Merkur blickt zufrieden auf Saison zurück

ESV Lok Zwickau – SV Merkur Oelsnitz 8:0 (3:0)

Die 10. Spielzeit in der Sachsenklasse geht in die Geschichte, allerdings unrühmliche weil mit den höchsten Niederlagen, beim SV Merkur Oelnitz ein. Sie begann mit einem 0:7 gegen VfB Schöneck und endete mit 0:8 bei Lok Zwickau. Mit der dritten Niederlage in Folge hat sich Merkur auf Tabellenplatz sechs in die Sommerpause verabschiedet. Bis zum 25. Spieltag, Oelsnitz lag mit 49 Zählern punktgleich mit Schöneck an der Tabellenspitze, konnte man von einer überragenden Saison sprechen und der bisherige Punkterekord von 57 war das neue Ziel. Doch danach holte Oelsnitz von 18 möglichen Punkten nur noch zwei und verspielte eine bessere Endplatzierung. Dennoch sind 15 Siege, 6 Remis und 9 Niederlagen immer noch eine gute Bilanz und eine Steigerung zu den letzten zwei Spielzeiten, als man jeweils die Saison auf Tabellenplatz acht mit 44 und 45 Punkten beendete. Im Zwickauer Ortsteil Marienthal traten die ohnehin ersatzgeschwächten Gäste auch ohne ihre beiden besten Schützen Toni Döge (19 Tore) und Ardjion Gashi (11) an und lagen bereits zur Halbzeit deutlich zurück. Da die „Eisenbahner“ danach noch weiter fünfmal jubelten, beendeten die Vogtländer die Spielzeit auch noch mit einem negativen Torverhältnis von 65:69 und den meisten Gegentoren. Mehr gibt es zum Spiel nicht zu sagen, außer, dass Stürmer Thomas „Ebbi“ Ebner für seine jahrelange Treue zum Verein mit ein paar Spielminuten in der Ersten belohnt wurde. Trainer Kenny Häußler wollte aber keinem einen Vorwurf machen: „Die elf Mann, die heute auf dem Platz standen, haben sich der Verantwortung gestellt und ihr Bestes gegeben. Wir wollten lange die Null halten. Dies ist uns nur drei Minuten gelungen gegen eine gute, aber keinesfalls überragende Zwickauer Mannschaft. Bis zum Syrau-Spiel (3:3) haben wir viele gute Spiele absolviert und mit Charakter auch etliche knapp für uns entschieden. Die gefühlten zwei fehlenden Punkte waren der Knackpunkt und trotz Ansprachen und allen Versuchen haben wir den Turnaround nicht mehr geschafft. Trotz der insgesamt vier Packungen können wir stolz sein auf diese Saison – die letzten drei Spiele mal ausgenommen – nach dem Umbruch letzten Sommer, als wir eigentlich am Boden lagen.“ Zur Abschlusstabelle: Vogtlandligameister und Aufsteiger in die Landesliga Schöneck (67 Punkte) belegte vom ersten bis zum letzten Spieltag mal mehr oder weniger souverän den Platz an der Sonne. Am Ende waren es beachtliche sieben Punkte Vorsprung auf den Zweiten Lok Zwickau, der nach einem Jahr aus der Landesliga zurückkam. Platz drei geht an den wiedererstarkten BSC Freiberg. Abgestiegen dagegen sind auf jeden Fall Fortuna Chemnitz II, Oelsnitzer FC und der BSV Irfersgrün. Auch wenn es nach den letzten Ergebnissen schwerfällt, nächste Woche folgt noch ein Bericht „10 Jahre Landesklasse – eine einmalige und beeindruckende Bilanz“ und dann wird man nach der Sommerpause sehen, wie es weitergeht.  (stwi)

Bild von Selina Müller: Der ballführende Tobias Zöphel kam letzten Sommer nach fünf Jahren als 17-Jähriger aus der Talentschmiede Bergen/Tirpersdorf nach Oelsnitz zurück und wurde in der hiesigen Presse mit viel Vorschusslorbeeren bedacht. Mit 25 Einsätzen, darunter einige von der Bank und vier Toren hat er die Erwartungen erfüllt, aber auch noch jede Menge Steigerungspotenzial.