SV MERKUR 06

SV Merkur 06 Oelsnitz e.V.

Gegen Oberfrohna zählt nur ein Sieg – Ex-Trainer hat bereits neuen Verein

Vorschau Sachsenklasse 8. Spieltag

SV Merkur 06 Oelsnitz – TV Oberfrohna / Sonntag, 15 Uhr

Am Sonntag kommt mit dem TV Oberfrohna der dritte Aufsteiger in Folge zu einem Heimspiel ins Elstertalstadion. Der Meister der Westsachsenliga absolviert seine erste Saison in der Sachsenklasse und verlor letzten Sonntag gegen Mülsen mit 2:3. Dennoch hat das Team aus Limbach-Oberfrohna bereits sieben Punkte auf der Habenseite und damit vier mehr als Oelsnitz. Bei Merkur dagegen ist ein Sieg fast Pflicht, will man den Anschluss nicht verlieren. Dazu gehört auch von Anfang an hellwach zu sein und konzentriert zu bleiben. Interimstrainer Denny Buschner wollte die Abwehr stabilisieren und solange wie möglich ohne Gegentor bleiben, nachdem man gegen IFA Chemnitz nach fünf Minuten in Rückstand geriet und nach einer halben Stunde 0:3 zurücklag. Doch letzte Woche in Reichenbrand fiel der erste Gegentreffer sogar noch eine Minute früher und nach 20 Minuten stand es 0:4. Buschner wird die Mannschaft wieder entsprechend einstellen, umsetzen müssen es aber die Akteure. Ex-Trainer Kenny Häußler, für den Merkur seine erste Station auf Landesebene war, hat inzwischen beim BSV Irfersgrün angeheuert und strebt mit dem Spitzenreiter der Vogtlandliga den Wiederaufstieg an. Häußlers Start verlief mit zwei Niederlagen im Februar 2023 alles andere als optimal und dennoch sprang am Ende mit Platz zwei die bisher beste Platzierung in der Landesklasse heraus. Der Plauener hat mit viel Leidenschaft, Fleiß, Akribie und Weiterbildung eine erstaunliche Entwicklung genommen und sich einen Namen in der Trainergilde gemacht. Die positive Bilanz von 51 Siegen und 41 Niederlagen in 109 Punktspielen sprechen für sich, doch die 0:1-Niederlage am drittletzten Spieltag der vergangenen Saison beim Absteiger und seinem neuen Verein BSV Irfersgrün war der Beginn einer sportlichen Talfahrt. Eine Woche später gegen den nächsten Absteiger Oelsnitzer FC (2:4) bahnte sich ein Desaster an, als man nach 22 Minuten 0:4 zurücklag. Dies folgte dann am letzten Spieltag mit einem 0:8 bei Lok Zwickau, auch wenn das Team stark ersatzgeschwächt antrat. Die neue Spielzeit begann mit einer akzeptablen 2:4-Niederlage in Freiberg. Ein 1:6 zuhause gegen Lok Zwickau und ein 1:8 in Stollberg folgten. Beim 4:2-Sieg gegen Aufsteiger Treuen nach ansprechender Leistung hofften viele auf den Wendepunkt. Doch zwei Wochen später nach einem 1:6 gegen Aufsteiger IFA Chemnitz – im Spielbericht war von Blamage und desaströser Leistung die Rede – war der Punkt erreicht und eine Trennung zu diesem Zeitpunkt im Prinzip alternativlos. Es ehrt Kenny Häußler, dass er nach eigenen Worten die Entscheidung vom Verein nachvollziehen kann und gerne weitergekämpft hätte. Auch das Argument, dass immer wieder etliche Leistungsträger fehlten, spricht für ihn, doch der letzte Tabellenplatz, der Gesamteindruck und die Entwicklung der letzten Spiele dagegen.   (stwi)