SV MERKUR 06

SV Merkur 06 Oelsnitz e.V.

Merkur holt mit starker Leistung einen Punkt gegen Tabellendritten Annaberg

Sachsenklasse 9. Spieltag

SV Merkur 06 Oelsnitz – VfB Annaberg 1:1 (1:1)

Beide Trainer waren nach dem Schlusspfiff mit dem Punkt zufrieden und sich einig, dass das Ergebnis voll in Ordnung geht und leistungsgerecht ist. Lars Walther vom VfB Annaberg zeigte sich etwas überrascht von der starken Gegenwehr beim Tabellenletzten: „Oelsnitz stand vor allem in der ersten Hälfte tief, was ihnen aber auch nicht zu verdenken ist in ihrer aktuellen Lage. Sie haben leidenschaftlich verteidigt und sich in jeden Ball geworfen. Wir konnten daher unser gewohntes Spiel nicht so durchziehen, wie wir es wollten. Auch haben wir auswärts vor allem auf nassen und rutschigen Naturrasen öfters unsere Probleme.“ Eine halbe Stunde spielte sich das Geschehen überwiegend im Mittelfeld ab und beide Mannschaften neutralisierten sich. Nach einer Flanke von der halbrechten Seite stand Küttner frei und köpfte den Ball unerreichbar für Keeper Simon Görtz zur Gästeführung (34.). Zwei Minuten vor der Pause spielte Merkur einen schnellen Angriff über drei Stationen und der in den Strafraum sprintende und für die Annaberger Abwehr zu schnelle Max Hertel traf zum Ausgleich. Seine Ballmitnahme im vollen Lauf und der Abschluss waren eine Augenweide. Auch in Hälfte zwei waren 20 Minuten beide Teams auf Sicherheit bedacht. Ein guter Hertel-Schuss – er wäre wohl im Tor gelandet – wurde vom eigenen Spieler (Max Rudisch) unglücklich geblockt (66.). Auf der anderen Seite traf Küttner nur die Latte und Görtz zeigte zwei Glanzparaden, obwohl die Schützen zweimal im Abseits standen. Auch der Annaberger Schlussmann konnte sich bei Schüssen von Rudisch, Hertel und einem Freistoß von Dominic Oehm in der Nachspielzeit auszeichnen. Trainer Denny Buschner, er wird vom ehemaligen Torhüter Patrick Speri und dem verletzten Spieler Andreas Knoll unterstützt, erntet allmählich die Früchte seiner Arbeit und sieht die Mannschaft auf dem richtigen Weg: „Wir haben 70 Minuten fast nichts zugelassen, den Gegner weitgehend von unserem Tor ferngehalten und nach dem Rückstand sofort eine Reaktion gezeigt. Mit viel Einsatz, Wille und einer durchweg geschlossenen Mannschaftsleistung haben wir heute gegen den Tabellendritten gezeigt, dass die Mannschaft intakt ist.“ Nächste Woche kann sich Merkur Oelsnitz beim nächsten Spitzenteam beweisen, denn dann geht die Reise zum Tabellenführer nach Marienberg.  (stwi)

Bild von J. Geigenmüller: Max Hertel, der letzte Woche dreifach traf, erzielte gegen Annaberg den wichtigen Ausgleich.