Sachsenklasse: 4. Spieltag
SV Merkur 06 Oelsnitz – FSV Treuen 4:2 (2:0)
Merkur Oelsnitz hat am 4. Spieltag in der Fußball-Sachsenklasse einen wichtigen Sieg gegen Aufsteiger FSV Treuen gefeiert und die Rote Laterne nach Mülsen weitergereicht. Merkur und der FSV belegen mit je drei Punkten den vorletzten und drittletzten Tabellenplatz. Eine halbe Stunde sahen 249 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel mit nur einem echten Höhepunkt. Bei einem Treffer von Luca Jung für die Gäste hob Linienrichterin Marie Gottschalk die Fahne wegen Abseits. Hier hatte die Heimelf, die auf einige Stammspieler wie Weiland, Döge, Rudisch, Oehm, Berger und Schreiner verzichten musste, Glück und später Pech bei einer Doppelchance. Erst scheiterte Wilson an Keeper Gröller und danach wurde der Schuss von Hertel von einem Treuener Abwehrbein geblockt. Die Führung nach einem sehenswerten und schnell vorgetragenen Spielzug über Gashi gelang Prang mit einem strammen Schuss (36.). Fast mit dem Pausenpfiff erzielte Röhling das Tor des Tages, als er schlitzohrig von der Mittellinie traf. Nach dem Seitenwechsel scheiterte Hertel zunächst mit einem Freistoß am Querbalken und der Nachschuss wurde von Gröller entschärft. Eine Kopie des ersten Tores brachte die Entscheidung. Diesmal lief Hertel nach einem Pass in die Tiefe – erneut auf Vorlage von Ardijon Gashi – seinem Gegenspieler davon und schloss überlegt zum 3:0 ab (58.). Treuen hatte zwar durch Zimmermann und Steglich auch Chancen, aber der eingewechselte Anthony Liebich erhöhte sogar noch auf 4:0 (87.). Mit jedem Gegentor wurden die Räume für Merkur in der gegnerischen Hälfte größer und die schnellen Zöphel, Prang und Hertel, sowie der ballsichere Gashi waren kaum zu halten. In der Schlussminute und Nachspielzeit betrieben Dietrich und Vogel mit zwei Treffern noch etwas Ergebniskosmetik. Beide Trainer waren sich am Ende einig, dass der Sieg hochverdient war. Kenny Häußler (Merkur Oelsnitz): „Ich habe schon in der Trainingswoche und bei der Erwärmung gemerkt, dass meine Jungs heiß sind. Wir wussten um die Schwachstellen beim Gegner und haben diese effektiv ausgenutzt. Dennoch ärgern mich die beiden Gegentore bei unserem schlechten Torverhältnis. Wir haben fast nichts zugelassen, aber am Ende wieder nachlässig agiert.“ Toni Seidel (FSV Treuen): „Meine Mannschaft bezahlte erneut Lehrgeld, aber Oelsnitz hat das auch clever gemacht. Die haben uns spielen lassen und auf Fehler gelauert. Was nützt uns ein Rekord-Torjäger der Regionalliga, wenn er keine Zuspiele oder Flanken bekommt. Bis zum letzten Drittel sah unser Spiel recht gefällig aus und in der ersten Hälfte hatten wir auch mehr Ballbesitz, aber der letzte Pass kam nicht an. Unser einziges Ziel lautet Klassenerhalt und daraus gilt es die richtigen Schlüsse zu ziehen.“ (stwi)
Bild (J. Geigenmüller): Anthony Liebich erzielt in dieser Szene das 4:0.


