SV MERKUR 06

SV Merkur 06 Oelsnitz e.V.

Merkur II: Pokal-Aus gegen Leubnitz

Vogtlandpokal: Viertelfinale
SV Merkur 06 Oelsnitz II – Leubnitzer SV 0:5 (0:2)

Die 2. Männermannschaft des SV Merkur schied am Samstag im Viertelfinale des Kreispokals gegen Vogtlandklasse-Kontrahent Leubnitz verdient aus. Doch nach einem 0:5, das nach 90 Minuten auf der Anzeigetafel stand, sah es die ersten 30 Spielminuten ganz und gar nicht aus. 
Oelsnitz II, aus dem Sachsenklasse-Kader verstärkt durch Ußfeller, Spitzner und Zöphel, kam gut in die Partie und hatte durch den 18-jährigen Tobias Zöphel die erste gute Gelegenheit, sein Schuss verfehlte das Ziel nur im Zentimeter (3.). In Minute 7 setzt Zöphel Prang super in Szene, doch die Abseitsfahne verhindert einen Alleingang aufs Gäste-Tor. Leider eine Fehlentscheidung. Zu diesem Zeitpunkt hätten aber auch die Gäste schon führen können. Birkner scheiterte mit einem an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter an Merkur-Kapitän Thoß (6.). Mit zunehmender Spieldauer brachten die erfahrenen Gäste um ihren Toptorjäger Birkner und Routinier Schröter mehr Kontrolle in die Partie. Mehrere Abschlüsse waren noch sichere Beute von Thoß, doch in der 33. Minute war auch er nach einer Ecke machtlos. Fritsche köpfte ungehindert ein.  Nun waren die Gäste am Drücker und Birkner erhöhte in der 40. Minute auf 0:2. Nach einem Oelsnitzer Ballverlust im Mittelfeld wurde er präzise bedient, tanzte einen Abwehrspieler aus und ließ sich die Chance nicht nehmen. Merkur steckte nicht auf und hatte bis zum Pausenpfiff noch zwei gute Gelegenheiten: Grundig nach Eingabe von Prang zielte zu ungenau und Niemanns Fernschuss wurde von Gäste-Hüter Scherbaum aus dem Eck gekratzt. 
Auch nach Wiederanpfiff versuchte Merkur zum Anschluss zu kommen und hatte durch Prang und Spitzner Offensivaktionen, konnte diese aber erneut nicht verwerten. Die Gäste zeigten sich erneut eiskalt. Wie schon beim 0:2 bediente Fritsche den durchstartenden Birkner präsize in die Gasse und der Leubnitzer Goalgetter zeigt sich gnadenlos – 0:3 (55.). Nun war Merkur endgültig gebrochen. Leubnitz hatte die Kontrolle und ließ Ball und Gegner laufen. Ein zweiter Elfmeter brachte das 0:4 (77.), Kapitän Schröter versenkte trocken. Fritsche nach Ecke markierte den Endstand (85.). 
Am Ende ein klares Ergebnis und ein verdientes Weiterkommen der Gäste, die nun im Halbfinale gegen den FC Werda antreten. Merkur II war nicht so unterlegen, wie es das Ergebnis aussagt, scheiterte aber an der Erfahrung und individuellen Klasse der Leubnitzer. Mit etwas mehr Fortune in Halbzeit 1 und mehr Entschlossenheit im Defensivverhalten wäre eine Überraschung greifbar gewesen. Nun konzentriert sich Merkur II auf die 5 verbleibenden Partien der Vogtlandklasse-Saison und wird versuchen, den guten Mittelfeldplatz  zu bestätigen. (MS)

Foto (LW): Robert Ußfeller war einer der besseren Oelsnitzer, doch auch er konnte der Übermacht des LSV am Ende wenig entgegensetzen.