Vogtlandklasse: 22. Spieltag
FC Teutonia Netzschkau – SV Merkur 06 Oelsnitz II 4:3 (3:3)
Mit leeren Händen kehrte Merkur II vom Auswärtsspiel in Netzschkau zurück. Trotz zweimaliger 2-Tore-Führung zeigte sich die Heimelf am Ende resilienter und drehte das Spiel.
Mit einem Doppelschlag von Nils Winkler begann die Partie. In Minute 6 ging er bei einem Befreiungsschlag des Keepers energisch dazwischen und nur 2 Minuten später versenkte er einen an Niemann verwirkten Foulelfmeter trocken. Als Niemann nach feinem Solo über Außen nur den Innenpfosten traf, war noch keine Viertelstunde gespielt. Doch die Heimelf gab nie auf und kämpfte sich ins Spiel zurück. Treibl hielt aus knapp 30m drauf und schweißte den Ball knallhart ein (18.). Merkur spielte aber weiter nach vorn und hatte durch Prang und Müller beste Chancen. Besser machte es dann erneut unser Altstar Nils Winkler, der eine Flanke von Leucht platziert ins Eck setzt und damit den alten Abstand schnell wieder herstellt (21.). Teutonia blieb aber dran und verkürzte durch Horlbeck (28.). Nun war Netzschkau mehr und mehr im Spiel und konnte sogar noch vor der Pause den Ausgleich erzielen. Bei einem Abpraller reagiert Treibl am Schnellsten und trifft aus Nahdistanz (45.).
Im 2. Durchgang wollte Merkur weiterhin die sich bietenden Räume bespielen und mehr aus seinen Chancen machen. Direkt nach Wiederanpfiff setzt sich Prang nach Doppelpass mit Winkler in Szene, scheitert aber am glänzend reagierenden Keeper, nachfolgend springt der Ball einem Netzschkauer klar an die Hand, doch der fällige Pfiff blieb aus. Die nächste Szene hatte bittere Folgen: Torhüter Colditz fängt einen hohen Ball runter, wird dabei aber von einem Gegner hart angegangen und an den Pfosten gecheckt. “Hubi” kann nach langer Behandlungspause nur unter starken Schmerzen weiterspielen und ist stark eingeschränkt. Am folgenden Gegentor hat er jedoch keine Schuld. Einen Angriff über Außen verteidigt Merkur erneut schlecht im Zentrum und Kaiser bedankt sich mit dem 4:3. Nun machte die Heimelf natürlich hinten alle Schotten dicht. Merkurs Angriffsbemühungen, denen noch Abschlüsse von Müller, Prang und Steinel entsprangen, waren jedoch allesamt zu undurchsichtig. Am Ende verpasste es Teutonia aus den zahlreichen Kontern eher die Entscheidung herbeizuführen.
Merkur II rutscht mit dieser unnötigen Niederlage auf Rang 10 ab und muss in den verbleibenden 4 Spielen dringend zusehen, die sorglose Defensive und die unbefriedigende Chancenverwertung zu verbessern. Am kommenden Samstag erwarten wir zum schon letzten Heimspiel der Saison die SpVgg Heinsdorfergrund. (MS)
Bild (S. Müller): Nils Winkler war mit 3 Toren erfolgreich – doch auch das reichte nicht zum Sieg

