SV Merkur Oelsnitz – SC Syrau 3:3 (2:2)
229 Zuschauer sahen ein gutes Derby zwischen zwei Mannschaften die auf Sieg spielten und neben sechs Toren weitere gute Chancen auf beiden Seiten. Die Gäste gingen mit der ersten Möglichkeit in Führung. John hatte auf der rechten Seite viel Platz, drang in den Strafraum und traf mithilfe des Innenpfostens (13.). Doch Ardijon Gashi mit einem abgefälschten Schuss und danach Toni Döge drehten die Partie (33./44.). Beide Treffer waren sehenswert und unhaltbar. Der Sportclub glich allerdings in der zweiten Nachspielminute und letzten Aktion vor der Pause aus. Nach Zuspiel von Stein gelang John sein zweiter Treffer. Allerdings profitierte der Torschütze auch von der Unordnung in Merkurs Hintermannschaft. Und nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff ging es wieder hoch her. Nach einem schlampigen Fehlpass der Gäste im Mittelfeld wurde Gashi in den Strafraum geschickt, legte sich den Ball am Syrauer Schlussmann vorbei und wurde von den Beinen geholt. Elfmeter war die logische Konsequenz, aber die Rote Karte für Zoephel nicht. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten Filc nahm Schiedsrichter Berndt seine Entscheidung zurück und zückte richtigerweise Gelb. Gut für Syrau, die ohne Ersatztorwart anreisten. Kapitän Dominic Oehm übernahm die Verantwortung und wollte das Leder mit vollem Risiko unter die Querlatte hämmern, traf aber eben nur diese. So blieb es beim 2:2 bis zu einem der vielen gut getretenen Eckbälle nach einer Stunde. Diesmal wirkte die Syrauer Abwehr alles andere als souverän und Gashi staubte ab zur erneuten Führung. Diese hielt nur eine viertel Stunde, dann konnte sich Schneider nach einem Freistoß die Ecke aussuchen und erzielte per Kopf das 3:3. Das Team von Trainer Chris Bergerock hatte sich auf Platz elf liegend seinen 33. Punkt verdient, weil man noch an der Querlatte und in der Nachspielzeit am prächtig reagierenden Merkur-Keeper Simon Görtz scheiterte. Auf der anderen Seite hat der Tabellenzweite Oelsnitz seinen 50. Punkt eingefahren, aber der Vorsprung auf den Dritten Lok Zwickau beträgt nur noch drei Punkte. Am kommenden Sonntag gastiert das Team von Coach Kenny Häußler in Stollberg und die haben genau wie Syrau in der Vorwoche dem Oelsnitzer FC neun Stück eingeschenkt. (stwi)
Bild von J. Geigenmüller: In der Schlussviertelstunde kam Syrau kaum noch über die Mittellinie und verteidigte mit fast allen Spielern im eigenen Strafraum.


