Sachsenklasse West: 2. Spieltag
SV Merkur 06 Oelsnitz – ESV Lok Zwickau 1:6 (1:3)
Von einem „gebrauchten Tag“ schrieb die Freie Presse in ihrem Spielbericht und dass alles was schieflaufen konnte, schieflief. In der Tat, Merkur geriet früh nach sechs Minuten durch einen Handelfmeter in Rückstand und kassierte drei Minuten später des 0:2. Wenig später musste Lennox Berger verletzungsbedingt den Platz verlassen. Als die Zwickauer etwas zu behäbig von hinten herausspielen wollten und es war nicht das erste Mal, bekam Merkur die Gelegenheit zum Anschlusstreffer (25.). Max Hertel nutzte ein Fehlabspiel, scheiterte am Keeper und Tobias Zöphel staubte ab. Die folgenden zehn Minuten waren ausgeglichen – bis das 1:3 fiel. Nach dem Seitenwechsel kam der Gastgeber mit mehr Aggressivität in den Zweikämpfen aus der Kabine und wollte die Wende. Doch es kam anders. Nach der Roten Karte für Dominic Oehm (52.) – eine harte, aber vertretbare Entscheidung und dem 1:4 von Melde zwei Minuten später, seinem dritten Treffer, war Partie gelaufen. Das einzige Positive: Oelsnitz ließ sich danach nicht hängen und die Einstellung war okay. Dennoch kassierte man durch Mitzscherling und Krämer noch zwei Gegentore. Dass es diesmal keine acht wurden wie beim letzten Aufeinandertreffen, lag zum einen an Schlussmann Simon Görtz und der Abschlussschwäche der „Eisenbahner“. Am Ende ist das eingetreten, was zu erwarten war. Zwickau gehört zu den Top-Teams der Liga, genau wie der kommende Gegner FC Stollberg nächsten Sonntag. Die Stollberger sind wie vier weitere Mannschaften mit zwei Siegen gestartet und Tabellenführer. Und die Qualitäten ihrer beiden Stürmer Neubert und Förster sind hinlänglich bekannt. Fehlen wird definitiv Kapitän Oehm. Dem verletzten Berger wünschen wir schnelle Genesung und dass er bald wieder auf dem Platz stehen kann. (stwi)
Bild (Johannes Schmidt): Merkur’s Torhüter – hier beim Entschärfen eines Eckballs – war noch einer der Besseren auf Oelsnitzer Seite


