SV Merkur Oelsnitz – Oelsnitzer FC 2:4 (0:4)
Merkur bleibt nach der 2:4-Heimniederlage gegen den Oelsnitzer FC weiter bei 51 Punkten auf Tabellenplatz vier. Die 85 Zuschauer, darunter 10 Anhänger der Gästemannschaft, wähnten sich in der Halbzeitpause im falschen Film. Zwischen der 11. Und 22. Spielminute musste Merkur Keeper Simon Görtz viermal hinter sich greifen. Alle Tore fielen in etwa nach dem gleichen Muster und die Schützen hatten gegen eine überforderte und zu langsame Hintermannschaft leichtes Spiel. Dazu kommt noch, der Tabellenvorletzte führte auch in der Höhe verdient. Für den Gastgeber konnte es im letzten Heimspiel nach dem Seitenwechsel nur besser werden, aber es dauerte 20 Minuten bis dies auch offensichtlich wurde. Die Schlussviertelstunde war gerade angebrochen und Dominic Oehm scheiterte mit einem Strafstoß am Gästeschlussmann. Wenig später verkürzten die eingewechselten Willi Schreiner und Manolo Pieschel mit einem weiteren Strafstoß zwar auf 2:4, aber zu mehr reichte es nicht mehr. Obwohl in der Schlussphase gegen tief stehende Gäste noch Chancen für durchaus zwei weitere Treffer vorhanden waren, Dürr im Tor des Oelsnitzer FC erwies sich als Meister seines Fachs. Trainer Kenny Häußler war nach der zweiten Niederlage in Folge gegen einen Absteiger ratlos: „Unglaublich. Der Gegner hat mit 26 die mit Abstand wenigsten Tore geschossen und führt hier nach gut 20 Minuten 4:0. Die letzte halbe Stunde war okay, aber unser Plan war ein anderer. Bis zum Syrau-Spiel hatten wir eine sehr gute Saison gespielt, danach kam der Einbruch. Jetzt ist sogar noch der vierte Platz in Gefahr.“ Die Oelsnitzer aus dem Erzgebirge freuten sich jedenfalls nach dem Schlusspfiff zurecht über den Überraschungserfolg nach einer für sie enttäuschenden ersten Spielzeit auf Landesebene. 115 Gegentore hatte noch keine Mannschaft vor dem letzten Spieltag kassiert. Für Merkur endet am nächsten Sonntag die Saison beim Tabellenzweiten Lok Zwickau. Im Hinspiel im Dezember sahen die Zuschauer auf Kunstrasen zwar keine Tore, dafür aber ein gutes und rassiges Spiel. (stwi)
Bild von J. Geigenmüller: Trainer Kenny Häußler und sein Co Denny Buschner wirkten nach dem Schlusspfiff ratlos.


